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Argo

Die dritte Regie-Arbeit von Schaus­pieler Ben Affleck, „Argo“, behan­delt ein soge­nan­ntes Rand­kapi­tel der Geschichte. Der Film erzählt von der Befreiung von 6 Amerikan­ern aus dem Iran während der Beset­zung der amerikanis­chen Botschaft in Teheran. Es ist ein Ensem­ble­film im klas­sis­chen Gewand. Filmisch fühlt sich der Film an wie eine Mis­chung aus einem der „Bourne“-Filme und „Tin­ker, Tai­lor, Sol­dier, Spy“. Trotz einiger Schwächen ist der Film ins­ge­samt gelun­gen und setzt sich von Afflecks vorheri­gen Regie-Arbeiten…

Skyfall

“Sky­fall“ ist der 24. James Bond Film, wenn man mal den ersten „Casino Royal“ bei­seite lässt und dafür den tollen „Never say Never“ mitzählt. Seit Sean Con­nery auf Jagd nach Dr. No ging, sind inzwis­chen 50 Jahre ver­gan­gen und keine Film­reihe hat uns mit solch einer Kon­stanz begleitet. Die Filme sind Zeu­gen des Zeit­geschehens und Spiegel sowie Bestandteile unserer Kul­turgeschichte. Zum Jubiläum waren die Erwartun­gen ver­ständlicher Weise sehr groß und Sam Mendes war der Mann der diese im Regi­es­tuhl…

The Expendables 2

Vor 2 Jahren schuf sich Sylvester Stal­lone mit „The Expend­ables“ seinen filmis­chen Leben­srück­blick; eine Art Tes­ta­ment und Epi­log zugle­ich. Abge­se­hen von ein paar Fil­men wie „JCVD“ oder „Open­ing Night“ arbeiten sehr wenige Filme so bewusst mit den Biografien seiner Schaus­pielerIn­nen aus dem echten Leben und schaf­fen dadurch etwas, was über das „nor­male sehen“ hin­aus geht. „The Expend­ables“ set­zte eine Grund­ken­nt­nis des Action­gen­res, seiner Pro­tag­o­nis­ten, seiner Geschichte und seiner Regeln voraus, wie kaum ein Film es vom Pub­likum fordert, um voll genossen zu wer­den…

The Campaign

Da ich stets ver­suche Filme aus allen Gen­res anzuse­hen und auch nicht vor den Block­bustern zurückschrecke, habe ich mir die Wahlkampfkomödie „The Cam­paign“ (2012) mit Will Fer­rell („Anchor­man“) und Zach Gal­i­fi­anakis („Hang­over“) angeguckt. Regie führte Jay Roach, der Ende der 1990er einige wirk­lich gelun­gene Komö­dien wie „Austin Pow­ers“ oder „Meet the Par­ents“ gemacht hatte. Der Film ist ein gutes Beispiel für einen tal­en­tierten Regis­seur, dessen Reper­toire aber extrem begrenzt ist…

Looper

2005 hatte Ryan John­son mit „Brick“ einenriesi­gen Über­raschungser­folg gelandet und einen der wichtig­sten Noir-Filme der 2000er gemacht. Gle­ichzeitig hatte der Film dem Jungstar Joseph Gordon-Levitt die Legit­imierung im Independent-Bereich einge­bracht. Der Film war orig­inell, einzi­gar­tig, extrem präzise und kom­plex gestrickt. Zumin­d­est ‚orig­inell’ und ‚kom­plex gestrickt’ lässt sich auch über „Looper“ sagen und Levitt spielt wieder die Haup­trolle. Der Film unter­hält wirk­lich gut, aber alles nur auf der Ober­fläche. Je mehr man darüber nach­denkt, desto weniger bleibt übrig…

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